HACK/SLASH
Band 1 "Der erste Schnitt"

 

 

Daten
 
 
Veröffentlichung:
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Special:
Oktober 2007
Hardcover, 160 Seiten, Din A5
farbig
Cross Cult ( www.cross-cult.de )

Tim Seeley

Stefano Caselli
Federica Manfredi

"Schlitzen durch den Schnee" Gedicht
Hack/Slash Galerie
Hack/Slash Skizzenbuch
Hack/Slash Das Theaterstück
Hack/Slash Die Psychoakten
Biografien

 

Inhalt

Was sind Slasher (Schlitzer)? Jason Voorhees, Michael Myers oder Freddy Krueger sind nur einige der bekannteren Slasher, die man in unzähligen Horrorfilmen zu Gesicht bekommt. Sie sind grausam, gehen äußerst brutal vor und haben es meist auf die Unschuldigen abgesehen, die nur eines im Sinn haben: Spaß am Leben. Sie tauchen plötzlich auf, erledigen ihre blutige Arbeit und wenn man versucht sie umzubringen, scheitert man auch beim hundertsten Versuch. Denn sie kommen immer wieder zurück, egal wie. Doch es gibt ein Mädchen, das sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Slasher aufzuspüren und sofort zu erledigen. Cassie Hack ist ihr Name. Sie ist jung, hübsch, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Mit ihrer frechen Art ist sie jedem überlegen und hat für alle Gegner einen passenden Spruch auf Lager. Sie ist sich durchaus bewusst, dass es sehr gewagt ist, alleine in der Weltgeschichte herumzureisen, um für Frieden zu sorgen. Deshalb hat sie auch einen treuen Begleiter an der Seite. Der große und stämmige Vlad scheint auf den ersten Blick einer der gefürchteten Slasher zu sein. Mit seiner Gasmaske und dem deformierten Gesicht darunter jagt er jedem Angst ein. Doch in Wahrheit ist er ein guter Freund für Cassie geworden, auf den man sich immer verlassen kann. Ohne ihn wäre Cassie oftmals hilflos ausgeliefert gewesen. Gemeinsam finden sie jeden Slasher und bestrafen ihn mit den selben Mitteln und Wegen.

 

Kommentar

Als ich das erste Mal von "Hack/Slash" gehört und zeitgleich auch erfahren habe, dass die Comicreihe endlich in Deutschland erscheinen wird, war ich voll auf begeistert und konnte es nicht mehr abwarten. Umso erstaunlicher bin ich jetzt, nachdem ich den ersten Band zu Ende gelesen habe. Ich war schon immer ein Fan der Vampirjägerin "Buffy". Obwohl man Cassie Hack durchaus am ehesten mit der Vampirjägerin in Verbindung bringen könnte, gibt es trotz der vielen Parallelen auch einige Unterschiede, die mehr Sympathiepunkte für Cassie Hack entwickeln. "Buffy" war eine Auserwählte, deren Bestimmung es von Anfang an gewesen ist, Vampire, Dämonen und andere finstere Gestalten zu bekämpfen. Ganz anders erging es dabei Cassie. Als Kind war sie schon immer die Außenseiterin und Tochter einer allein erziehenden Psychopathin. Man kann also sagen, dass sie schon von Kindheit an unter diesen Umständen leiden musste. Deshalb hat sie sich später vom Mauerblümchen zu einer Art Gothik-Frau voller innerer Stärke entwickelt. Damit es anderen nicht genau so ergeht, wir ihr damals, hat sie sich jetzt zur Aufgabe gemacht, alle Psychopathen und Slasher zu töten. Dabei hilft ihr ein treuer Gefährte. Vlad ist mit seinem deformierten Gesicht und seiner Gasmaske keiner von den Bösen, auch wenn ihn aufgrund seines Aussehens viele dafür halten mögen. Er ist groß, jagt vielen Menschen dadurch Angst ein, doch zeigt er oftmals auch seine sensible Seite. Nachdem nun auch eine Verfilmung von "Hack/Slash" in Vorbereitung ist, hat man sich endlich dazu entschlossen, die Fangemeinde auch in Deutschland stets wachsen zu lassen. Mit dem ersten Band hat man schon einmal einen Schritt (oder soll ich passend zum Titel des ersten Bandes vielleicht eher "Schnitt" sagen?) in die richtige Richtung gesetzt...

Im ersten Band "Der erste Schnitt" werden drei Kurzgeschichten erzählt, die zwar recht kurz gehalten werden, dafür aber im gewohnten Slasher-Stil viel Blut und Gore zeigen. So kennt man es aus den bekannten Filmen und so möchte man es auch auf keinen Fall mehr missen. Die erste Geschichte ("Eingeschläfert") handelt von einem Slasher, der nach einem tödlich missglückten Streich wieder zurück unter den Lebenden weilt. Vor seinem Tod war er für das Einschläfern zahlreicher Tiere verantwortlich. Mit seiner Wiederkehr hetzt er die zombieartigen Tiere auf diejenigen, die seinen Tod verschuldet haben. In der zweiten Geschichte ("Gestorbene Mädchen") dreht sich alles um einen Slasher, der unter dem Bann einer betrogenen Studentin steht. Sie allein kann mit einer Zauberformel den Maskierten kontrollieren. Mit einem Kreuz erschlägt er alle Männer, die nur auf das Eine aus sind, aber auch die hübschen Frauen, die sich unsittlich verhalten. Dabei bekommt auch Cassie allerlei Probleme und übt sich zum ersten Mal unter dem Einfluss von Alkohol. Die dritte und letzte Geschichte ("Das Comic-Messen-Massaker") ist für alle Comicfans wohl die Genialste. Denn Steve Niles ("30 Days of Night") und Robert Kirkman ("The Walking Dead") haben hierbei einen kurzen Auftritt und müssen sich dabei gleich gegen zwei Bösewichte behaupten. Ob die Horror-Comicautoren sich der Gefahr bewusst sind und sich durch ihre Erfahrungen mit dem Thema Horror auf die sichere Seite verschlagen, erfährt man nur, wenn man sich das erste Band von "Hack/Slash" im Fachhandel zulegt.

Die Zeichnungen in Farbe wirken allesamt gelungen und die Goreszenen sind ohnehin mit ausreichend Blut geschmückt. Was will man also mehr? Die einzelnen Slasher wirken bedrohlich, wie man es sich wünscht und wie man es auch aus den Filmen kennt. Das Markenzeichen überhaupt, das einen Slasher ausmacht, ist seine Maske oder auch das deformierte Erscheinungsbild. Das hat man auch bei "Hack/Slash" berücksichtigt. Hauptdarstellerin Cassie Hack ist als Gothik-Lady nicht jedermanns Geschmack. Doch mit ihrer leicht zurückhaltenden Art weiß sie im richtigen Moment doch einen saftigen Spruch reinzuwürgen. Das macht sie gleich viel sympathischer. Wer ebenso ein Fan von "Buffy", wie auch von Slasherfilmen ist, sollte sich Cassie Hack in "Hack/Slash" unbedingt nach Hause holen und am Besten in einem Zug durchlesen. Trotz der drei eher etwas kurz geratenen Geschichten, weist das erste Band insgesamt 160 Seiten auf. Wissenswertes über die Comicreihe, die Zeichnungen oder die verschiedenen Charaktere erfährt man auf den letzten Seiten. Was jedoch fehlt und einen kleinen Minuspunkt bringt, sind die Seitenzahlen, die allesamt nicht abgedruckt wurden.

 

Leseprobe
(die ersten 8 Seiten)

              
         
     
 

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Rezension von Oliver Gogel

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