HELLBOY
Band 4 "Sarg in Ketten"

 

 

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hier vorliegend, überarbeitete Neuauflage von 2006
Hardcover, 200 Seiten, Din A5
schwarz/weiß
Cross Cult ( www.cross-cult.de )

Mike Mignola

Mike Mignola

Hellboy Checkliste

Hellboy Galerie

 

Inhalt

Der Leichnam

Irland 1959:
Hellboy wird zu einer armen verzweifelten Mutter gerufen, die wie es den Anschein macht, ein Problem mit ihrem Baby hat. Um sich einen klaren Sachverhalt zu verschaffen, spricht Hellboy mit der Frau. Dadurch erfährt er, dass dieses Baby, wenn sie alleine mit ihm ist, schreckliche, gar grausame Dinge zu ihr sagt. Hilfsbereit wie Hellboy ist, sagt er: "Ich will sehen was ich tun kann." und wendet sich dem Kleinen zu. "Ich habe etwas für dich", sagt Hellboy, während das Kind ihn verdutzt anschaut. Zeitgleich zieht der rote Hüne aus seiner Tasche ein Hufeisen und hält es ihm vor die Nase. Dieser kleine Balg beginnt zu brüllen und schreit: "Ich bin aufgeflogen". Hellboy möchte von ihm wissen, wo das richtige Kind ist. Der Kobold, in welchen es sich zwischenzeitlich verwandelt hat, gibt diesbezüglich aber keinen Ton von sich. Hellboy entledigt sich seiner und setzt seine Suche nach dem richtigen Kind fort...

Die Eisenschuhe

Irland 1961:
Kaum in Irland angekommen, wird Hellboy mit einer Kreatur konfrontiert, welche mit mächtigen Eisenschuhen ausgestattet ist. Es kommt zu einem erbitterten Kampf zwischen den beiden. Wer wird letzten Endes die Oberhand gewinnen und als Sieger aus diesem Fight herausgehen...

Die Baba Jaga

Russland 1964:
Hellboy ist in Russland unterwegs und erfährt da von einer alten, weisen Frau die Geschichte der Baba Jaga. Die alte Dame erzählt ihm, dass die Hexe jedes Jahr in dieser Nacht erscheint um die Toten Sünder herbeizurufen und deren Finger zu zählen. Hellboy steht vor einem Rätsel. "Warum zählt sie Finger?", fragt er sich. Der Rote Hüne wundert sich, dass es in dieser Gegend so viele Geschichten über verschwundene Kinder gibt und dass überall wo er hingeht, Knochen zu sehen sind. Nun trennt er sich von der alten Frau und setzt seinen Weg über den nahe gelegenen Friedhof fort, wo sich sein Weg zugleich mit der alten bösen Hexe Baba Jaga kreuzt, die wie jedes Jahr um diese Zeit auf der Suche nach Sündern ist. Er beschließt sich ihr in den Weg zu stellen...

Weihnachten in der Unterwelt

England, 1989 Heiligabend:
Hellboy befindet sich auf einem Schloss irgendwo in England, welches Mrs. Hatch gehört. Jedoch liegt diese Frau im Sterben, wie Hellboy in einem Gespräch mit dem anwesenden Doktor erfährt. Sie hätte zuviel Blut verloren und es wäre möglich, dass sie die Nacht nicht übersteht. Der Doktor wird von dem roten Riesen nach Hause geschickt, jedoch versichert ihm der Arzt, dass er morgen wieder kommen wolle. Hellboy begibt sich durch die alten Gemäuer an das Bett von Mrs. Hatch, wo er von ihr, nach einem kurzen Gespräch, ein kleine Dose erhält. Diese soll er an eine gewisse Annie überbringen, die sie jede Nacht besuchen kommt. "Nun denn", denkt sich Hellboy, "werde ich mich auf die Suche nach dieser Annie machen". Jedoch ahnt er noch nicht, in was für Gefahren seine Suche ihn führen wird...

Sarg in Ketten

Es beginnt im Hauptquartier der Behörde zur Untersuchung und Abwehr Paranormaler Phänomene in Fairfield, Connecticut, wo Abraham Sapien einen Brief von Hellboy erhält, in dem geschrieben steht: "Wir kennen uns schon eine ganze Weile und ich gehe davon aus, dass dir meine Gewohnheiten zur Genüge vertraut sind... Ich bin zurück gekehrt an den Ort, wo alles vor 50 Jahren begann. Es war am 23. Dezember 1944, als mein irdisches Leben begann... Jedoch frage ich mich, was ist hier wirklich geschehen." Hellboy schleicht durch die alten Gemäuer der Kirche, wo sich vor 50 Jahren alles zugetragen hat. Er ist so in Gedanken versunken, dass er kaum die zwei Geistlichen bemerkt, welche hinter einer alten Kiste, die einem Sarg ähnelt, stehen. Er fragt sich, warum der Sarg mit Ketten umschlungen ist. Jedoch wird er sogleich aus seinen Gedanken gerissen, als auf einmal der gesamte Raum von Lärm erfüllt wird und etwas verdammt Grosses die hölzerne Tür eintritt...

Die Wölfe von St. August

1994, Griart, ein winziges Dorf auf dem Balkan. Pater Kelly, ein guter Freund von Hellboy, ist in dem kleinen Dorf unterwegs. Da Ostern vor der Türe steht und er die Messe lesen möchte. Außerdem verfolgt er noch ein anderes Ziel. Er will hinter das Geheimnis der Familie Grenier kommen. Also macht er sich mit einem Einheimischen auf die Suche nach dem Grab der Familie. Kaum hat er das Grab gefunden, passiert etwas Schreckliches...
Neun Tage später trifft Hellboy in Begleitung von Dr. Kate Corrigan in Grirat ein. Die Beiden versuchen einen Fall zu lösen, bei dem alle 167 Einwohner dieses Dorfes in einer Nacht starben. Die Toten waren Männer, Frauen und Kinder. Hellboy und Kate begeben sich zum Schloss der Familie Grenier, wo neun Tage zuvor auch Pater Kelly hinging, als er das Grab der Familie suchte und fand. Kaum am Schloss angekommen, entdeckt Hellboy Blut, welches er sofort mit dem Pater in Verbindung bringt. Nach einiger Zeit und Differenzen zwischen Kate und Hellboy werden die beiden mit einem Alten Werwolf Orden konfrontiert, welcher außerdem etwas mit der Familie Grenier zu tun hat. Werden Hellboy und sein Schützling heil aus der Sache herauskommen. Oder werden sie in dem kleinen Dorf ihr Leben lassen? Denn noch wissen sie nicht, in was sie da hinein geraten sind.

Fast ein Gigant

Hellboys nächster Einsatz führt in nach Rumänien. Er ist wieder mit Kate Corrigan unterwegs und ihr Fall befasst sich mit dem Verschwinden von mehreren Leichen. Hellboy erzählt Kate, dass letzte Nacht 69 Leichen und die Nacht davor 59 Leichen verschwunden sind. Und es handelt sich bei den Toten um Leichen, die nicht länger als ein Jahr unter der Erde sind. Kate versteht die Welt nicht mehr, denn wer oder was braucht so viele Leichen und wofür...
Von ein paar Einwohnern erfahren die beiden noch weitere merkwürdige Geschichten, sowie von einem alten Kloster, welches etwas mit der Sache zutun haben könnte. Also begeben sie sich auf die Suche und werden auch fündig. Kaum dort angekommen, werden die beiden attackiert und Kate von Hellboy getrennt. Hellboy entledigt sich der Angreifer und beginnt seine Suche nach Kate. Er findet sie, jedoch ist sie nicht allein, da sie in der Zwischenzeit von jemanden Gefangen genommen wurde. Sie zu retten ist noch sein kleinstes Problem, denn etwas viel größeres wartet noch auf ihn.

 

Kommentar

Auf den knapp 200 Seiten dieses vierten Hellboy Bandes bekommt man insgesamt sieben Geschichten serviert, welche allesamt unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch dies bedeutet nichts Schlechtes. Einige kommen als Einzelstorys daher, andere wiederum vertiefen die von Mike Mignola erschaffenen Mythologien. Wiederum andere greifen Storys aus den vorher gegangenen Hellboy Bänden auf. Nehmen wir zum Beispiel die Story "Fast ein Gigant". Der darin vorkommende Homunkulus wurde von Mignola bereits in "Der Teufel erwacht" eingeführt. Und somit kann man dies gewissermaßen als eine Art Fortsetzung dieser Story ansehen. Jedoch hat es Mignola geschafft, die Geschichte so zu erzählen, dass sie auch für sich selber stehen kann. So ist es nicht zwingend erforderlich, die Vorgeschichte zu kennen, da der Leser alle wichtigen Einzelheiten noch einmal ins Gedächtnis gerufen bekommt. Abgesehen davon kann man bei der Geschichte "Fast ein Gigant" leichte Anleihen zu Frankenstein erkennen, welche man von Mignola als Huldigung ansehen kann.

Noch ein paar Worte zu den einzelnen Geschichten. Einige sind definitiv zu kurz gehalten. Da hätte man sich als Leser schon die eine oder andere Seite mehr gewünscht, da ja die Storys allesamt spannend präsentiert werden. Und bei der ein oder anderen Geschichte erwischt man sich schon, dass man leise zu sich sagt: "Was? Das war es schon?" Erwähnenswert wäre auch hier wieder, dass der Humor von Hellboy von Band zu Band besser wird. Es macht einfach Spaß, Hellboys bissigen, ironischen, sowie sarkastischen Aussagen zu lesen. Er hat immer noch einen Spruch in den aussichtslosesten Situationen auf den Lippen. Außerdem trifft man auch auf bereits bekannte Gesichter, die man schon aus den anderen Hellboy Bänden kennt, wie zum Beispiel die Baba Jaga und der bereits erwähnte Homunkulus, wo man hier jedoch mehr über die einzelnen Personen erfährt.

Hervorzuheben sind auch wieder die wunderschönen schwarz/weiß Zeichnungen, wo man Mignolas Zeichenstil ohne weiteres erkennt. Das Vorwort stammt diesmal aus der Feder von P. Craig Russell. Am Ende des Bandes findet man eine Hellboy Checkliste für Sammler. Dort sind alle Hellboy Comics aufgelistet, die seit 1993 erschienen sind. Des weiteren bietet sich eine Kunstgalerie an, welche man schon aus den anderen Bänden kennt. Hier versuchen sich internationale Comic Zeichner an Hellboy.

 

Leseprobe

             
         
    
 

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Rezension von Renè G.

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