THE HILLS HAVE EYES
"Der Anfang"

 

 

Daten
 
 
Veröffentlichung:
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Special:
August 2007
Hardcover, 110 Seiten, Din A5
vierfarbig
Cross Cult ( www.cross-cult.de )

The Hills Have Eyes: The Beginning

Jimmy Palmiotti
Justin Gray

John Higgins
S.J. Hurst

Skizzen von John Higgins
Promo-Zeichnungen

 

Inhalt

Es war einmal die Zeit, als das Militär im Namen der Regierung einige anständige Bewohner in der Wüste aufgefordert hat, binnen einer Woche aus der Gegend zu verschwinden. Doch ohne eine Perspektive widersetzten sich allen den Anordnungen. So hat alles begonnen. Begonnen hat der Kampf um Hab, Gut und um die Ehre. Es hat sich zunächst ein heftiger Kampf zwischen den sonst so friedlichen Einwohnern und dem Militär entwickelt, der Verluste auf beiden Seiten gefordert hat. Schon bald haben die Wüstenbewohner eingesehen, dass sie machtlos sind und haben sich vorerst in den Minen in Sicherheit gebracht. Währenddessen hat sich die Armee an die Arbeit gemacht und in der Wüste ihre Atombomben getestet. In den Minen war man aber nicht sicher vor gefährlicher Strahlung, was dazu geführt hat, dass die Frauen plötzlich schwanger wurden. Was sie nicht gewusst haben war, dass sie alle etwas in sich getragen haben, das nur im Entferntesten einem Menschen geähnelt hat. Mit der Zeit hat sich großer Hass und tiefe Wut entwickelt und ein blutiger Rachefeldzug war gegeben. Gute Menschen wurden zu Schlechten... 

 

Kommentar

Regisseur Alexandré Aja hat das Potential des Wes Craven Klassikers "The Hills Have Eyes" erkannt und hat im Jahre 2006 ein Remake davon in die Kinos geschickt, das weltweite Erfolge verbuchen konnte. Genau ein Jahr später hat auch Regisseur Martin Weisz versucht, die Hügel in Form einer Fortsetzung erneut zum Leben zu erwecken und nun präsentiert man den eingefleischten Hügel-Horrorfans die Vorgeschichte, welche die spannenden Anfänge als Comic erzählen. Jene, die bereits die Verfilmungen kennen und lieben, wissen ganz genau was einem auch in diesem Comicbuch erwarten wird. Denn was noch recht harmonisch beginnt, artet schon sehr bald in einem blutigen Chaos aus. Bereits in den Filmen ist man ein wenig auf die Anfänge eingegangen, doch hat man sich als Zuschauer insgeheim immer schon gewünscht, dass diese etwas ausführlicher geschildert werden. Hier kommt nun die einmalige Gelegenheit, um sich das Wissen über den Ursprung anzueignen. Vielleicht bietet dies sogar in naher Zukunft auch die Vorlage für eine weitere Verfilmung - wünschenswert wäre es auf jeden Fall, nachdem was man hier zu sehen und sogleich zu lesen bekommt...

Zwar ist diese einmalige Ausgabe mit knapp 100 Seiten ziemlich kurz gehalten, jedoch hat sich schon bald die nötige Tiefe entwickelt, die den Leser fesselt und nicht mehr so schnell losreisen wird. Am Anfang ist man mehr auf der Seite der hilflosen Hügelbewohner. Während des weiteren Verlaufs scheint sich das aber auch nicht wirklich zu ändern, da man fast ausnahmslos die Aufmerksamkeit auf diese gelenkt hat. Selbst die späteren Mutanten sind einem irgendwo ans Herz gewachsen, was in den beiden Filmen selbstverständlich nicht der Fall war. Dort waren es blutrünstige Bestien, die sich unschuldige Menschen als Opfer herausgesucht haben. Hier haben sie eine Art Motiv, das zwar die Taten nicht entschuldigt, aber trotzdem genauer auf die Hintergründe eingegangen wird. An Gewaltdarstellung mangelt es auch im Comic nicht - im gewohnten Stil wird der Leser auch hier mit schonungsloser Gewalt konfrontiert. Die farbig gestaltenden Bilder sind natürlich besonders dazu geeignet, die passende Atmosphäre zu vermitteln. Überraschend war auch mit anzusehen, dass sogar sehr kurz auf das Ende des ersten Teils bzw. Remakes eingegangen wurde. Wer also unbedingt wissen möchte, was aus den Überlebenden der Carter-Familie nach dem offenen Ende geworden ist, sollte sich unbedingt für diese Comicausgabe entscheiden. Die Erzähltechnik ist besonders erwähnenswert. Denn während man die gewohnten Comic-Dialoge vorfindet, bekommt man mindestens genau so oft eine Erzählung geliefert, die den Leser noch mehr anspricht und mit reichlich Informationen zum Geschehen beeindruckt.

Im Großen und Ganzen gibt es, abgesehen von der sehr kurz gehaltenen Ausgabe, nichts Negatives über die Anfänge von "The Hills Have Eyes" zu berichten. Ich gehe davon aus, dass sich jeder die Anfänge des Bösen so oder so ähnlich vorgestellt hätte. Allerdings muss man aber auch sagen, dass wohl nur die wahren Fans der Klassiker oder der neuen Filme für den Kauf des Comics in Frage kommen werden - man sollte jedenfalls zuvor die Filmreihe gesehen haben, ehe man sich an die Anfänge heranwagt.


 

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Rezension von Oliver Gogel

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