30 DAYS OF NIGHT

 



Deutschland (Kinostart):
08.11.2007 | Deutschland (DVD-Vö): 02.04.2008
Laufzeit: 109 Min. | FSK: Keine Jugendfreigabe
Vertrieb: Concorde Home Entertainment

 

Crew

Cast

 

Director:
David Slade

Producer:
Sam Raimi, Robert G. Tapert

Executive Producer:
Joseph Drake, Nathan Kahane,
Aubrey Henderson, Mike Richardson

Screenwriter:
Steve Niles, Stuart Beattie,
Brian Nelson

Josh Hartnett alias Sheriff Eben

Melissa George alias Stella

Danny Huston alias Marlow

Ben Foster alias "Der Fremde"

Mark Rendall alias Jake

Amber Sainsbury alias Denise

 

Inhalt

Wenn in Alaska jedes Jahr zur selben Zeit für 30 Tage die völlige Finsternis einbricht, begeben sich die meisten Einwohner in Richtung Süden. Doch in diesem Jahr scheint alles anders zu verlaufen. Die letzten Einwohner können die Kleinstadt nicht mehr rechtzeitig verlassen, da all die wichtigen Fahrzeuge zerstört wurden. Merkwürdige Vorkommnisse werden damit in Verbindung gebracht, und schon bald wird die Kleinstadt von Fremden belagert, die nur eines im Sinn haben - nämlich ihren Hunger mit Blut zu stillen. Nur Sheriff Eben kann mit einigen seiner engsten Vertrauten jetzt noch das Elend von der Stadt befreien, muss dabei aber sehr viel aufs Spiel setzen. Ein blutiger Kampf in der finsteren Winterlandschaft ist die Folge, der viele Opfer fordert...

 

Kommentar

Dreißig Tage sind eine sehr lange Zeit. Das weiß auch "30 Days of Night" durchaus auf die Probe zu stellen. Was noch mit dem letzten Sonnenstrahl beginnt, endet erst wieder mit den ersten Strahlen der Sonne. So lange muss man ausharren und mit der eher langweiligen Handlung auskommen. Die Story an sich ist eigentlich recht gut, doch hapert es stark an der Umsetzung. Man hat viel mehr Wert auf den Gruselfaktor gelegt, sodass sogar die Spannung sehr auf der Strecke bleiben musste, wobei sie aber auch nicht ganz abhanden gekommen ist. Von der Action ist auch kaum etwas zu sehen gewesen. Dafür hat man sich aber reichlich Mühe gegeben, um das Blut so richtig fließen zu lassen. Besonders unter den Wetterbedingungen kommt das Blut auf dem weißen Schnee sehr gut zur Geltung. Damit versucht man vermutlich mehr von der schwachen Umsetzung abzulenken, was aber nur bedingt gelingen mag. Es fällt zumindest sofort auf, dass vieles überhaupt nicht bedacht wurde oder man sich nicht ausführlich mit gewissen Dingen auseinander gesetzt hat. So zum Beispiel bei der Beziehung zwischen dem Josh Hartnett Charakter und seiner Filmpartnerin Melissa George. Im Film sollten sie ein zerstrittenes Pärchen spielen - so kommt es jedenfalls vor. Im Grunde weiß man aber bis zum bitteren Schluss nicht, was genau bei beiden abgelaufen ist, und das bezieht sich auch auf alle anderen, die im Film mitwirken. Deren Hintergrundgeschichten, egal ob bei Hauptcharakteren oder Nebenspieler, wurden völlig außer Acht gelassen.

Josh Hartnett ist als junger Sheriff zu sehen, dessen Ernsthaftigkeit nur gering vernommen werden kann. Er wirkt viel zu hilflos und ängstlich, und weiß sich auch oft nicht zur Wehr zu setzen. Es wäre durchaus angebracht gewesen, einen Schauspieler mit mehr Erfahrung in dieses Kostüm zu stecken. Man hatte sehr den Eindruck, Hartnett wäre dieser Aufgabe nicht gewachsen gewesen. Auch wenn das Drehbuch einem vielleicht vorschreiben mag, dass man eher zurückhaltend vorgehen soll, so verlangt man aber als Zuschauer zumindest eine gewisse Identifikation mit dem Hauptdarsteller... und diese fehlt hier völlig.
Es ist bestimmt kein Geheimnis, dass es sich bei den Fremden - die sich in der völligen Finsternis austoben dürfen - um Vampire handelt. Doch das was uns als Vampire im Gedächtnis geblieben ist, wird hier völlig übertrieben und eigenartig dargestellt. Oft sind sie mit blutverschmierten Mäulern zu sehen und wenn sie einen Menschen anfallen, ähnelt diese Art und Weise eher einem Zombie, aber sicherlich nicht einem Vampiren, den wir kennen. Dazu kommt, dass sie sehr schnell laufen und weit springen können. Manchmal überkommt einem das Gefühl, diese Art von Vampiren haben einiges von diversen Superhelden übernommen. Zumindest wurde aber beibehalten, dass sie gegen Sonnenlicht sehr anfällig sind, denn auch von einem Pflock mitten ins Herz ist hier nichts zu sehen. Man greift hier eher zu Schusswaffen oder zur guten, alten Axt.

Ein Mehrteiler - vielleicht sogar eine Trilogie - wäre für solch eine filmische Umsetzung die bessere Wahl gewesen, als alles so gequetscht in nur einem einzigen Film, mit einer Laufzeit von ungefähr 100 Minuten, unter zu bringen. Die ersten Minuten wirken zwar recht anschaulich und liefern auch eine gute Einführung, wenn es darum geht, dass bald die Finsternis einbricht, doch was sich dann abspielt, konnte man in dieser knapp bemessenen Zeit nun wirklich nicht gut darstellen. Es wird zu sehr die Zeit damit verschwendet, die Gruppe von Überlebenden zu zeigen, wie sie sich vorwiegend nur verstecken, statt sich einen Weg in die Freiheit zu bahnen oder sogar den Kampf mit den Geschöpfen der Finsternis aufzunehmen. Viel zu spät bekommt man dieses Ereignis erst zu sehen, wirkt dadurch dann aber auch nur noch deplatziert.

 

Fazit

Eine schwache Umsetzung mit einer weniger beachtlichen darstellerischen Leistung! Doch statt der fehlenden Action und der mageren Spannung, kommt reichlich das Blut zum Vorschein. Kein Meisterwerk der Filmgeschichte, doch wenn die Erwartungen nicht zu groß sind, kann man durchaus unterhalten werden.

 

Screenshots

         
         

 

 

Inhalt, Kommentar und Fazit von Oliver Gogel

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