ALONE IN THE DARK

 



USA (Kinostart):
28.01.2005 | Deutschland (Kinostart): 24.02.2005
Laufzeit: 99 Min. | FSK: 18
Vertrieb: Concorde Home Entertainment

 

Crew

Cast

 

Director:
Uwe Boll

Producer:
Shawn Williamson

Executive Producer:
Uwe Boll

Screenwriter:
Michael Roesch, Peter Scheerer

Christian Slater alias Edward Carnby
Tara Reid alias Aline Cedrac
Stephen Dorff alias Richard Burke
Frank C. Turner alias Sam Fischer
Matthew Walker alias Lionel Hudgens
Will Sanderson alias Agent Miles
Mark Acheson alias Captain Chernick

 

Inhalt

Der auf unerklärliche und übernatürliche Phänomene spezialisierte Privatdetektiv Edward Carnby kommt von einer Reise zurück und bringt ein mysteriöses Artefakt mit. Kaum zu Hause angekommen, wird er prompt verfolgt und in ein Kampf verwickelt, wobei sein Gegner übermenschliche Fähigkeiten an den Tag legt. Knapp siegreich bringt er wenig später das Artefakt zu seiner Ex-Freundin Aline Cedrac, die als Archäologin in einem Museum arbeitet. Sie findet heraus, dass das Artefakt an die 10000 Jahre alt ist und von der untergegangenen Kultur der „Abkani“ stammen soll.

Parallel dazu ist ihr Arbeitgeber Professor Lionel Hudgens, der ein Experte der „Abkani“ Kultur ist, auf einer Expedition. Er kann eine vergoldete Kiste aus der Tiefe des Ozeans bergen, die das Geheimnis dieser untergegangenen Zivilisation beherbergen soll. Die Expeditionscrew ist der Prächtigkeit der Kiste erhaben und meutert schließlich. Was dann passiert endet in einem unerklärlichen Grauen, was der Professor als Einziger überlebt.

Währendessen rechercherein Carnby und Cedrac weiterhin im Museum. Mysteriöses passiert, beide werden plötzlich von einem „Schatten“ angegriffen und eine wilde Hetzjagd entbrennt. Das ist der Einstieg für „
Spezialeinheit 713“, einer Geheimorganisation, die nur die Ziele verfolgt, paranormale Phänomene zu beobachten, sie aufzuklären und sie bei Bedarf zu eliminieren. Sie beobachtet schon seit geraumer Zeit Carnby auf Schritt und Tritt und ist deswegen rechtzeitig im Museum zur Stelle. Der Einsatzleiter ist Commander Richard Burke, der gar nicht davon begeistert ist, dass sein ehemaliger Mitarbeiter mal wieder mitten im Ort des Geschehens ist. Burke fordert ihn auf, sich aus diesem Fall zurückziehen, was der ehemalige Mitarbeiter von „713“ natürlich nicht macht und auf eigene Faust weiter ermittelt.

Währendessen geschehen in an anderen Teilen des Landes merkwürdige Dinge:
Unbescholtene Bürger verlassen ihre Familien und Arbeitsplätze, und werden zu todbringenden Zombies. Des weiteren werden Menschen von blutrünstigen Kreaturen angegriffen, die aber keiner genau beschreiben kann.

Carnby, Cedrac und Burke kommen langsam aber stetig zu der Einsicht, dass ein Arbeiten gegeneinander nicht effektiv ist, und bündeln ihr Wissen und ihre Kräfte. Je näher sie der Spur der grausamen Wahrheit folgen, desto mehr erkennt Edward Carnby, dass diese den Ursprung in seiner Kindheit hat...

 

Kommentar

Wenn man ehrlich ist, bekommen viele Genreliebhaber eine Gänsehaut, wenn sie den Namen Uwe Boll hören. Kein Regisseur ist wohl so umstritten, und wird einerseits geliebt und verhöhnt zugleich. Der Deutsche ist schon seit einigen Jahren im Geschäft und hat sich auf selbstfinanzierte Videospieladaptionen spezialisiert. Der Film basiert auf der gleichnamigen Computerspielreihe der Firma „Infogrames“, die in den 90’ern ihren Anfang hatte. Bei der Bewertung des Films habe ich diese Fakten ausgeblendet und den Film geschaut, ohne im Hinterkopf zu haben, dass Boll ihn gemacht hat. Des weiteren ist es mein Glück oder auch mein Pech, dass ich die bereits oben erwähnte Computerspielreihe nie gespielt habe, geschweige denn den Storyplot kenne. So konnte ich relativ neutral versuchen an den Film heranzugehen und ihn einer fairen Bewertung zu unterziehen.
Im Großen und Ganzen ist der Film ein weiteres Beispiel für unterhaltsames Popcorn Kino. Die Kerngeschichte wird schnell deutlich, die Protagonisten spielen zwar kein Oskargereiftes Meisterwerk, aber bringen solide bis durchschnittliche Leistungen mit den klischeeüblichen Sprüchen und Einlagen. Leider hat man den diversen Charakteren nicht mehr Tiefgang verliehen und hat sich nur auf das Wesentliche, Eindimensionale beschränkt. Man hätte in diesem Bereich viel mehr herausholen können, und hätte weitere Aspekte und Anreize, für eine vielschichtige Story. Die Geschichte ist wahrlich auch nicht die Innovativste, hat aber dennoch ihren Reiz und wäre auf jeden Fall auch ausbaufähig gewesen.

Die musikalische Untermalung, hat mir als „Metaller“ sehr zugesagt, dass der OST und die im Film verwendeten Stücke von Kapellen wie „Nightwish“, „Napalm Death“, „In Flames“, „Cradle of Filth“, „Dimmu Borgir“ usw. stammen.

Die verwendeten Spezialeffekte wirken auf den ersten Blick ein wenig amateurhaft und billig. Aber das sollte den Film an sich nicht schmälern. Denn da gibt es genug andere Filme, die hoch gelobt werden, trotz ihrer mehr als stümperhaften Effekte.

 

Fazit

Das Potential ist an vielen Stellen erkennbar und man hätte mit mehr Sorgfalt und Geschick einen Film formen können, der Freunde der Computerspielreihe und anspruchsvollere Zuschauer unter einen Hut hätte bringen können. Aber durch diese Schwächen ist der Film wohl nur „Die Hard Action“ Fans zu empfehlen oder denjenigen die nicht so großen Wert auf Spezialeffekte und immer logische Handlungsstränge legen. „Boll Hassern“ und der Zockerfraktion rate ich, einen großen Bogen um den Film machen zu machen. Alle anderen können ruhig einen Blick riskieren.

 

Screenshots

         
         

 

 

Inhalt, Kommentar und Fazit von Ofta

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