
Sundance Film Festival (Premiere): 19.01.2007 | Deutschland (DVD-Vö):
16.05.2008
Laufzeit: 93 Min. | FSK: 16
Vertrieb: Capelight
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Crew |
Cast |
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Director: |
Ellen Page alias
Sylvia Likens |
Inhalt
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Im Sommer 1965 werden die beiden Mädchen Sylvia und ihre jüngere Schwester Jennifer bei der allein erziehenden Mutter Gertrude Baniszewski und ihren fünf Kindern zur Pflege abgegeben, während ihre Eltern für einige Monate mit dem Jahrmarkt unterwegs sind. Anfangs haben sich die Mädchen super in die Familie integrieren können und wurden auch gut von den Baniszewskis aufgenommen, doch hält dies nicht von langer Dauer. Alle leiden unter den Launen von Gertrude, die offenbar nicht nur körperlich krank ist, sondern auch mit starken Stimmungsschwankungen zu kämpfen hat. Eine zusätzliche Belastung ist die Armut, die über sie hereinbricht. Dem 16-jährigen Mädchen Sylvia werden plötzlich Lügen, Diebstähle und andere Taten unterstellt, die sie alle nie begangen hat. Um dem Ärger aus dem Weg zu gehen, setzt sie sich dagegen kaum zur Wehr und lässt schlimme Beschimpfungen und körperliche Misshandlungen über sich ergehen. Eines Tages wird Sylvia mit Gewalt die Kellertreppe heruntergeschuppst und dort mehrere Tage von der Familie festgehalten. Die Baniszewski-Kinder, sowie Kinder aus der Nachbarschaft kommen herbei, um die am Boden liegende und schwer verletzte Sylvia weiter zu quälen. Ihre Schreie dringen durch die Nachbarschaft, doch schert sich keiner von ihnen dafür und schreitet daher auch nicht ein. Sylvia hält die schlimmen Qualen nicht lange aus... |
Kommentar
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Wer mit
Jack Ketchums Roman "Evil" (Originaltitel: "The Girl Next Door") vertraut
ist und sich anschließend "An American Crime" ansieht, der könnte zunächst
enttäuscht darauf reagieren, was er hier zu sehen bekommt. Denn diese
Geschichte basiert nicht auf dem Roman von Ketchum, sondern erzählt die
Geschichte auf seine ganz eigene Art und verläuft daher auch völlig
anders, im Vergleich zu dem, was in Ketchums Version alles geschehen ist.
Jedoch lässt sich mit ziemlicher Gewissheit sagen, dass egal wie die
Geschichte nacherzählt wird, sie immer einen aufs Bitterste schockiert. In
Ketchums Roman erzählt ein inzwischen alt gewordener Mann - einer der
Jungen aus der Nachbarschaft, der damals bei den Folterungen anwesend war
- in Rückblenden, was damals genau vorgefallen ist. In "An American Crime"
wird auch in Rückblenden erzählt, allerdings gehen diese einer gerade
laufenden Gerichtsverhandlung hervor. Die Szenen der Verhandlung nehmen
nur einen sehr geringen Teil des Films in Anspruch. Die meiste Zeit über
ist man mit den Rückblenden beschäftigt - und das ist auch völlig in
Ordnung so. Denn schließlich ist man als Zuschauer weniger daran
interessiert, wie ein Prozess verläuft, sondern möchte mehr über die
Ereignisse erfahren, wie es überhaupt zu solch einer schrecklichen Tat
gekommen ist und wie das ganze sein Ende genommen hat. |
Fazit
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Die
Geschichte ist so beklemmend und schockierend zugleich, dass man ohne Blut
und eindeutige Folterszenen den Zuschauer fesseln kann. "An American Crime"
ist eine äußerst gelungene Verfilmung der erschreckenden Ereignisse, die
sich tatsächlich so ereignet haben. |
Screenshots
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Inhalt, Kommentar und Fazit von Oliver Gogel |
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