CANNIBALS
Originaltitel: Welcome to the Jungle

 



Premiere (Fantasy Filmfest):
27.07.2007 | Deutschland (DVD-Vö): 29.11.2007
Laufzeit: 83 Min. | FSK: Keine Jugendfreigabe
Vertrieb: Galileo Medien

 

Crew

Cast

 

Director:
Jonathan Hensleigh

Producer:
Gale Anne Hurd

Executive Producer:
Philippe Martinez, Donald A. Barton

Screenwriter:
Jonathan Hensleigh

Sandy Gardiner alias Mandi
Callard Harris alias Colby
Nick Richey alias Mikey
Veronica Sywak alias Bijou

 

Inhalt

Im Jahre 1961 verschwand der damals 23-jährige Michael Clark Rockefeller spurlos in den Wäldern von Neuguinea. Seitdem gibt es diverse Aussagen von Menschen, die behaupten, ihn dort immer wieder lebend gesichtet zu haben. Mandi, ihr Freund Colby und die Freunde Mikey und Bijou kommen plötzlich auf dieses Thema zu sprechen und beschließen, gemeinsam ein Abenteuer in den Wäldern von Neuguinea zu erleben. Dabei haben sie es aber vor allem auf den Finderlohn abgesehen. Mit Sack und Pack, und natürlich mit zwei Kameras, die auch alles festhalten sollen, machen sie sich auf den Weg dorthin. Von der großen Herausforderung entwickelt sich der Trip für alle Beteiligten zu einer erschreckenden Erkenntnis. Denn in den Wäldern sind sie nicht allein. Ein Stamm von Kannibalen lauert im Busch auf die Eindringlinge ...

 

Kommentar

Der Film beginnt zunächst wie jeder andere auch. Denn die Hauptcharaktere werden erst einmal vorgestellt. Man weiß jedoch schon zu Beginn, dass man keinen von ihnen im weiteren Verlauf vermissen würde. Von Sympathie fehlt zumindest jede ersichtliche Spur. Die Charaktere werden dem Publikum recht schnell näher gebracht, bloß kann man sich nicht wirklich mit ihnen identifizieren, womit sie einem völlig egal erscheinen. Man hat sich darauf festgelegt, ausnahmslos nur das zu zeigen, was die Gruppe von vier Freunden auch mit ihrer Videokamera festgehalten hat. Je nachdem fehlt also immer die Person, die gerade am Filmen ist. Bei einer Anzahl von nur insgesamt vier Personen wirkt dies schon sehr kleinlich. Alles wurde im Dokumentarstil festgehalten, um so einem den Eindruck zu vermitteln, es würde sich dabei um eine wahre Geschichte handeln und der Zuschauer wäre live dabei. Das mag vielleicht eine nette Idee gewesen sein, jedoch hat man sich schon zuvor bei "The Blair Witch Project" damit auseinander gesetzt. Im Vergleich dazu ist man aber hier doch etwas professioneller mit der Kamera umgegangen. Es dauert recht lange, bis sich die vier Freunde letztendlich auf den Trip begeben, um einen Beweis dafür einzuholen, dass Michael Clark Rockefeller tatsächlich noch am Leben ist. Selbst als sie vor Ort den Wagen verlassen, um sich durch das Dickicht zu schlagen, beschäftigen sie sich mehr mit sich und ihren Problemen miteinander, von denen der Zuschauer nicht unbedingt etwas wissen möchte. Alkohol darf an dieser Stelle natürlich auch keiner fehlen. Schließlich muss man auch stark angetrunken sein, um sich überhaupt auf so etwas einzulassen. Mit der Zeit arten die Konflikte untereinander immer mehr aus und von Zusammenhalt ist nach wie vor nichts zu spüren. Letztendlich trennt sich die Gruppe dadurch auch und nach geschlagenen 60 Minuten begegnen sie auch endlich den Kannibalen, die ihnen am Ufer hinterher laufen, während sich deren "Essen" eigentlich sicher auf einem Floß aufhält. Trotz der Kenntnis der Kannibalen erreichen sie bald das Ufer und fallen geradewegs in die Arme der mit Speeren und Pfeil- und Bogen bewaffneten Einwohner des Waldes. An dieser Stelle sei auch gesagt, dass Gorefans überhaupt keine Freude an diesem Film finden werden, da alle Todesszenen (auch wenn es nicht gerade viele sind) im Off-Screen geschehen und man vor der Kamera erst später zu sehen bekommt, woran sie letztlich gestorben sein könnten. Die zweite bzw. zurückgelassene Gruppe macht sich ebenfalls auf einem Floß weiter auf den Weg und stolpert über die liegen gelassenen Wertsachen ihrer toten Freunde, folgen der Blutspur und machen eine grausame Entdeckung. Später treffen sie auch auf die Kannibalen und geben sich dabei unglaublich dumm. Denn obwohl sie wissen, welche Gefahr ihnen unmittelbar gegenübersteht, gehen sie zwar zögernd, aber dann doch freiwillig mit ihnen mit, was sich aber als fataler Fehler herausstellen wird. Und das Ende sollte vermutlich eine große Überraschung sein, allerdings konnte man schon sehr früh erahnen, wohin das alles führt und was es mit dem verschwundenen Rockefeller wirklich auf sich hat.

 

Fazit

Dieser Film wird zwar als inoffizielles Remake von "Cannibal Holocaust" gehandelt, jedoch ist er längst nicht so erschreckend wie der weltweit für Aufsehen erregte Klassiker. Wer aber bereits "The Blair Witch Projekt" lieben gelernt hat, wird bestimmt auch hiermit relativ gut zurecht kommen. Vom "The Punisher" (2004) Regisseur Jonathan Hensleigh habe ich dann doch etwas mehr erwartet, wodurch man im Vergleich zu seinem Vorgänger nur enttäuscht werden kann.

 

Screenshots

    
    
    

 

 

Inhalt, Kommentar und Fazit von Oliver Gogel

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