CLOVERFIELD

 



Deutschland (Kinostart):
31.01.2008 | Deutschland (DVD-Vö): 22.08.2008
Laufzeit: 81 Min. | FSK: 12
Vertrieb: Paramount Home Entertainment

 

Crew

Cast

 

Director:
Matt Reeves

Producer:
J.J. Abrams, Bryan Burk

Executive Producer:
Sherryl Clark, Guy Riedel

Screenwriter:
Drew Goddard

Michael Stahl-David alias Rob

Lizzy Caplan alias Marlena

Jessica Lucas alias Lily

T.J. Miller alias Hud

Mike Vogel alias Jason

Margot Farley alias Jenn

Theo Rossi alias Antonio

 

Inhalt

Inmitten einer Abschiedsparty für Rob, der ein Angebot in Japan angenommen hat und nichts von der Überraschungsparty wusste, die seine Freunde für ihn gestaltet haben, passiert es: Ein erschütterndes Erdbeben unterbricht die Party auf einmal. Niemand weiß genaueres, doch draußen in New York City ist die Hölle los. Die Menschen irren wie wild durch die Straßen. Explosionen werden wahrgenommen und plötzlich liegt der Kopf der Freiheitsstatue völlig mit Kratzspuren versehen auf der Straße. Die Freunde haben bereits die Party mit Abschiedsgrüßen und den letzten Eindrücken für Rob gefilmt. Doch selbst als die Stadt im Ausnahmezustand ist, hält die Kamera weiterhin drauf und übermittelt so die Geschehnisse, samt der Flucht, den schweren Verluste, den waghalsigen Rettungsversuchen bis hin zum bitteren Ende... 

 

Kommentar

Der von J.J. Abrams produzierte Film hat im Vorfeld viel zu viel Aufmerksamkeit genossen, was in einem die Ansprüche auch steigen lies. Umso höher ist aber die Gefahr, dass man am Ende enttäuscht den Film betrachtet. Dies ist zwangsläufig auch auf "Cloverfield" zutreffend, denn nur wenige Momente sind gegeben, die einen zufrieden stellen könnten. Ohnehin hatte man das Gefühl, dass die Macher das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft haben, was sich auch auf die sehr kurze Laufzeit von gerade einmal 70 Minuten zurückführen lässt. Die Einführung ist nach nicht einmal 20 Minuten abgeschlossen, da fängt es schon Schlag auf Schlag mit dem Szenario an, welches sich mit einem riesigen Knall und einer Erschütterung ankündigt. Von dort an geht alles sehr panisch und rasant zu und mit der Hobbycam-Technik, die während des gesamten Films verwendet wurde und die man spätestens aus dem Film "The Blair Witch Project" kennen sollte, bekommt man nicht alles detailgetreu mit. Wackelige Aufnahmen und plötzliche Unterbrechungen wollen die Authentizität eines solchen Films verstärken, doch dadurch erlischt einfach die Lust, einen doch interessanten Film weiter verfolgen zu wollen. Es ist oftmals zu anstrengend, am Geschehen dran zu bleiben. Es stellt sich sowieso die Frage, wieso man sich ausgerechnet bei solch einer Katastrophe, wie sie im Film dargestellt wird, damit auseinandersetzt, alles filmen zu wollen, statt sich schnellstmöglich in Sicherheit zu begeben. Das bröckelt dann doch sehr an der Authentizität, die einem "Cloverfield" vermitteln wollte.

Die Einführung und das Vorstellen der Hauptfiguren ist nur bedingt gelungen, was wieder einmal auf die wenig verbliebene Zeit zurückzuführen ist. Das führt auch dazu, dass einem die Figuren weniger am Herzen liegen. Sympathie kommt auf, aber nicht so weit, dass man über einen Verlust zu bangen vermag. Die darstellerische Leistung ist für die eher unbekannte Besetzung dafür aber recht anschaulich. Ebenso die actionreichen Momente, die der Film gibt, wovon es hätte aber auch mehr geben können. Am ehesten lässt sich "Cloverfield" mit Roland Emmerichs "Godzilla" vergleichen - sowohl mit der zu groß geratenen Kreatur, als auch vom Szenario in der Großstadt. Am Ende wirft der Film aber auch gerne einige Fragen über die Kreaturen und die genaue Herkunft dieser auf. Die Kreaturen selbst werden nicht oft gezeigt, vor allem Nahaufnahmen lassen größtenteils zu wünschen übrig und sind zudem sehr verwackelt.

Die kreierten Monster und Effekte sind dank des CGI auf dem aktuellen Stand und daher sehr schön anzusehen. Das sind aber auch schon die ersten und gleichzeitig auch die letzten Pluspunkte, die erwähnenswert wären. Der Rest ist eher als guter Durchschnitt zu betrachten, was sehr schade ist, denn Potenzial war durchaus gegeben.

 

Fazit

Wer sich mit Hobbycam-Aufnahmen und dem damit verbundenen Gewackel zurechtfindet und Spaß an riesigen Kreaturen hat, wird den leicht actionreichen Film sicherlich gut heißen. Mit höheren Ansprüchen sollte man den viel zu kurz geratenen Film aber besser meiden.

 

Screenshots

         
         

 

 

Inhalt, Kommentar und Fazit von Oliver Gogel

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