COLD PREY

 



Norwegen (Premiere):
13.10.2006 | Deutschland (DVD-Vö): 07.12.2007
Laufzeit: 93 Min. | FSK: 16
Vertrieb: Sunfilm Entertainment

 

Crew

Cast

 

Director:
Roar Uthaug

Producer:
Martin Sundland, Magne Lyngner

Executive Producer:
Axel Helgeland

Screenwriter:
Roar Uthaug, Thomas Moldestad,
Martin Sundland

Ingrid Bolso Berdal alias Jannicke
Rolf Kristian Larsen alias Morton Tobias
Tomas Alf Larsen alias Eirik
Endre Martin Midtstigen alias Mikal
Viktoria Winge alias Ingunn
Rune Melby alias Der Bergmann

 

Inhalt

Fünf Freunde unternehmen einen abenteuerlichen Schneetrip in die Berge Norwegens. Es sollte ein toller Tag werden. Doch dann bricht sich einer von ihnen das Bein, als er mit dem Snowboard überstürzt und viel zu schnell die Hänge herunter rast. Weit und Breit scheint keine Rettung in Sicht zu sein, bis sie ein verlassenes Berghotel entdecken und dort einbrechen, um Schutz vor der Kälte zu suchen, und die Nacht zu überleben. Das leer stehende Haus bietet eine einladende Gelegenheit, um eine kleine Party mit Alkohol und Sex zu feiern. Das Vergnügen nimmt jedoch ein schnelles Ende, als plötzlich jemand mit einer Spitzhacke auftaucht und die Eindringlinge einen nach dem anderen auf blutige Weise dezimiert.  

 

Kommentar

Man erwartet von einer norwegischen Produktion ganz bestimmt nicht sehr viel. So ist es mir jedenfalls ergangen, als ich mich langsam an "Cold Prey" heran getastet habe. Es fängt, wie bei allen anderen Horrorfilmen langsam an. Eine Gruppe aus jung gebliebenen Männern und Frauen begibt sich auf das Abenteuer ihres Lebens, doch plötzlich geschieht ein Unfall und man sucht Hilfe, findet jemanden oder etwas und muss dann plötzlich um sein Überleben kämpfen. Dabei dürfen Alkohol und reichlich nackte Haut nicht fehlen. All das sehen wir auch in diesem Film nicht gerade wenig. Diese Klischees von einem Horror- oder Slasherfilm sind nicht auf negativer Weise zu verstehen, da sie zweifelsohne einfach dazu gehören. Im Gegenteil, "Cold Prey" greift einiges von seinen bekannten Vorgängern auf, verarbeitet diese Dinge aber auf seine ganz eigene beeindruckende Art und Weise. Wie man anhand einiger Szenen (Bild 3 und 5) sehen kann, kommt einem sofort Eli Roths "Hostel" in den Sinn. Doch auch wenn man diese Szenen vielleicht aus einem anderen Film kennt und sie schematisch sehr ähnlich ablaufen, findet man trotzdem Gefallen daran und fühlt sich gewiss nicht gelangweilt davon. Der mörderische Angreifer wird bei seinen ersten Aktionen zunächst nur von unten gezeigt, um den Zuschauer noch etwas im Ungewissen zu lassen. Letztendlich ist es doch immer unheimlicher, wenn man Dinge nur von einem gewissen Winkel aus beobachten kann und erst zum Schluss alles in seiner vollen Pracht zu sehen bekommt. Für seine Freigabe (FSK 16) bekommt man selbstverständlich keine Splattereinlagen mit literweise Blutfontänen zu sehen, allerdings sind die blutigen Szenen ausreichend detailliert dargestellt worden, sodass man sich dennoch daran erfreuen kann. Es gibt keine erwähnenswerte Langeweile, die sich zwischendurch aufbaut und die wenigen Darsteller liefern auch allesamt eine überzeugende Leistung ab.

 

Fazit

Horrorfilme aus Norwegen erblicken in Deutschland kaum das Tageslicht. Was uns aber mit "Cold Prey" geboten wird, ist durchaus eine Empfehlung, aber auch ein Schrei nach weiteren Filmen dieser Art, wert. "Scream" und seine Konsorten haben es vorgemacht, "Cold Prey" führt den großen Erfolg auch im neuen Jahrtausend (bislang unangefochten) fort.

 

Screenshots

         
         

 

 

Inhalt, Kommentar und Fazit von Oliver Gogel

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