DEATH SENTENCE
Todesurteil

 



Deutschland (Kinostart):
13.09.2007 | Deutschland (DVD-Vö): 27.02.2008
Laufzeit: 101 Min. | FSK: Keine Jugendfreigabe
Vertrieb: Concorde Home Entertainment

 

Crew

Cast

 

Director:
James Wan

Producer:
Ashok Amritraj, Howard Baldwin,
Karen Elise Baldwin

Executive Producer:
Nick Morton, Andrew Sugerman,
Nick Hamson, Lars Sylvest

Screenwriter:
Ian Jeffers

Kevin Bacon alias Nick Hume

Kelly Preston alias Helen Hume

Jordan Garrett alias Lucas Hume

Stuart Lafferty alias Brendan Hume

Garret Hedlund alias Billy Darley

Aisha Tylor alias Detective Wallis

 

Inhalt

Nick Hume ist glücklicher Vater von zwei Jungen im Teenager-Alter. Gerade der Ältere von beiden ist der ganze Stolz der Familie. Bei einem kurzen Stopp an einer Tankstelle wird dieser von einer maskierten Gang brutal niedergemetzelt. Jede Hilfe kommt für den Jungen zu spät. Der Täter selbst wird schnell festgenommen und die nachfolgenden Ermittlungen sind wie ein Schlag für den trauernden Vater und seine verbliebene Familie. Denn wie sich herausstellt, diente diese Tat nur zum Zweck in die Gang einzusteigen und hoch angesehen zu werden. Nur aufgrund eines Rituals musste jemand unschuldiges sterben. Nick weiß, welch eine kurze Strafe den Täter erwartet. Weil er die Strafe aber nicht für angemessen hält, sorgt er zunächst dafür, dass der Mörder seines Sohnes auf freien Fuß kommt, nur um ihn wieder aufzuspüren und ihm die Schmerzen hinzuzufügen, mit denen er selbst sein restliches Leben leben muss. Dabei kommt der Schuldige um und entfacht mit seinem eigenen Tod einen gnadenlosen Rachefeldzug, bei dem sogar Nicks anderer Sohn und seine Frau ins Visier der Gang geraten. "Alles oder nichts", der Kampf um Gerechtigkeit nimmt seinen Lauf... 

 

Kommentar

Der Anfang zeigt eine kleine Videodokumentation über das Leben der Familie Hume und dient damit auch als guter Einstieg in den Film, als bald schon der grausame Schicksalsschlag über die Familie kommt. Ein Vater, gespielt von Kevin Bacon, muss entsetzt mit ansehen, wie sein ältester Sohn bei einem vermeintlichen Tankstellenüberfall ums Leben kommt. Den wahren Täter konnte man schnappen, die Ermittlungen offenbaren aber etwas, mit dem keiner gerechnet hätte. Der Tankstellenüberfall war nicht das, für das er gehalten wurde. Man hat gezielt ein Opfer gesucht, das brutal ermordet werden soll, damit der Täter in die Gang einsteigen kann. Allein der Gedanke, dass man seinen Sohn bei einem Überfall verloren hat, ist schon schlimm genug. Aber dass er sterben musste, damit ein anderer in eine Gang aufgenommen wird, spielt dem Vater sehr zu, was man ihm auch nicht verübeln kann. Wut, Gewissensbisse und Rache kommen sogleich in ihm hoch. Da er über die drohende Strafe des Täters informiert wird und diese nur sehr gering ausfallen würde, setzt Vater Nick alle möglichen Hebel in Bewegung, dass dieser wieder frei kommt. Er hat jedoch einen Plan, den er auch gleich in die Tat umsetzen wird. Der Täter wird von ihm beschattet und kurz darauf übelst von ihm zugerichtet, das - absichtlich oder auch nicht - mit dem Tod desjenigen endet, der auch den Tod des verlorenen Sohnes zu verschulden hatte. Nick hat das bekommen, was er für angemessen gehalten hat, nämlich Vergeltung. Bald wird der Boss der Gang darüber informiert und schnell wird klar, wer seinen Mann, und sogleich auch Bruder, getötet haben könnte. Der Boss schwört auf Rache und überrascht seinen neuen Feind mitten auf der Straße, während sich Nick aber überraschenderweise sehr gut aus der Affaire ziehen kann. Wenn man nicht seinen Feind erwischt, muss man eben über viele Ecken und Kanten an sein Ziel kommen. Das hat auch Gangster-Boss Billy im Kopf und kündigt an, dass Nicks Familie schon sehr bald leiden wird. Vor lauter Rache und Vergeltung am Tod seines Sohnes hat Nick nie auch nur einen Gedanken daran verschwendet, dass er sich mit den falschen Leuten angelegt haben könnte... bis jetzt!

Nicks Frau und der jüngere Sohn sind eher weniger ins Geschehen integriert worden, da man sich vor allem mit Bacons Filmfigur und dessen Empfindungen am miterlebten Tod seines Sohnes zu versuchen hatte. Aus diesem Grund sind weitere Charaktere mehr in den Hintergrund geraten, was zwar äußerst schade ist, aber eigentlich keinen zu großen Verlust darstellt. Schnell wird einem bewusst, dass Nick der Dreh- und Angelpunkt des Ganzen ist. Er hat den Mord an seinen Sohn mitansehen müssen, er konnte ihm nicht mehr helfen und auch er ist es, der auf Vergeltung aus ist. Genau das sind die Punkte, welche der Zuschauer zu sehen bekommt, aber auch unbedingt sehen möchte. Seine Frau Helen und der noch verbliebene Sohn Lucas sind da eher nebensächlich zu betrachten, wobei letzterer aber doch große Probleme durch den Tod seines Bruders entwickelt. Man hat sehr rasch sehen können, dass der Ältere der Brüder mehr von den Eltern geachtet wurde, während der andere bedeutend mehr um Anerkennung kämpfen muss. Selbst durch den Tod muss sich Lucas immer zu die Frage stellen, ob es denn nicht für die Eltern einfacher gewesen wäre, wenn er statt seinem Bruder ums Leben gekommen wäre. Und das sind die dramatischen Elemente, die ein solcher Film ebenfalls zum Ausdruck bringt und darüber hinaus ein Thema aufgreift, das wohl in den meisten Familien zu geben ist, wenn gleich mehrere Geschwister im Spiel sind.

Als der große Showdown im Haus der Humes im Gange ist und eine mehr oder weniger überraschende Wendung annimmt, denkt man als Zuschauer zunächst, der Film hat an diesem Punkt sein Ende erreicht. Doch plötzlich geht es weiter und das gleich über eine halbe Stunde hinweg. Dabei versucht man alles noch einmal völlig aufzufahren und einen finalen Kampf zu zeigen, den nur eine oder keine Seite gewinnen kann. Für den letzten Teil hat man sich für Kevin Bacon und dessen Filmrolle etwas haarsträubendes einfallen lassen - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn als Zeichen dafür, dass er bereit ist alles aufs Spiel zu setzen, selbst wenn das für ihn den Tod bedeutet, rasiert sich Nick seine Haare kahl. Dadurch sieht er zwar nicht zwingend gefährlicher aus, weiß aber in seiner Darstellung durchaus zu überzeugen. Ein wildes Geballere ist nun die Folge, das alles entscheiden soll.

James Wan hat - nachdem er den begehrten Psycho-Horrorfilm "Saw" erschaffen hat - mit dem actiongeladenen Thrillerbeitrag "Death Sentence" einen mindestens genau so bemerkenswerten Film gedreht, der jedem zu empfehlen ist, der auf einen tollen Hauptdarsteller, eine actionreiche und mit Spannung erzeugte Handlung steht, darüber hinaus aber auch Wert auf einen genialen Filmscore steht, welcher den Film begleiten soll. Wie bei "Saw" ist auch Charlie Clouser mit seinem unverkennbaren Stil dazu beauftragt worden, seinen Beitrag zu leisten.

 

Fazit

Vom Regisseur, der den ersten Teil von "Saw" kreiert hat, kommt mit diesem filmischen Ausguss ein mindestens genau so spannender und mit Gewalt versehener Film, der die Dramatik, den Thrill und die zahlreiche Action hervorragend miteinander vereint. Einer der besten Filme der vergangenen Monate!

 

Screenshots

         
         

 

 

Inhalt, Kommentar und Fazit von Oliver Gogel

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