HORRORS OF WAR

 



USA (Kinostart):
25.03.2006 | Deutschland (DVD-Vö): 19.04.2007
Laufzeit: 91 Min. | FSK: 16
Vertrieb: Schröder Media

 

Crew

Cast

 

Director:
Peter John Ross, John Whitney

Producer:
Peter John Ross, Sean A. Reid

Executive Producer:
Tony Kandah

Screenwriter:
Peter John Ross, Philip R. Garrett,
Scott Spears, John Whitney

Jon Osbeck alias Leutnant John Schmidt
Joe Lorenzo alias Captain Joe Russo
Daniel Alan Kiely alias Sgt. Stephen Gary
C. Alec Rossel alias Captain Mitchell
David Carroll alias Dr. Heinrich Schaltur
Kim Carey alias Col. Parks
Sean Velie alias Sgt. "Dimm" Dennison
Jason Morris alias Pvt. Underwood
Louie Cowan alias Sgt. Armstrong

 

Inhalt

Der Film spielt, zur Zeit des zweiten Weltkrieges, im Herbst des Jahres 1944. Die Niederlage des dritten Reiches scheint unmittelbar bevorzustehen und kaum noch abzuwenden. Doch ein letztes As scheinen die Nazis im Ärmel zu haben, es wird darüber gemunkelt, dass Hitler eine Geheimwaffe entwickeln lassen hat, die eine eventuelle Wende im Kriegsgeschehen herbeiführen soll. Die alliierten Streitkräfte wollen mehr Informationen über die Geheimwaffe in Erfahrung bringen und entsenden kleine Trupps, die hinter den feindlichen Linien operieren sollen. Doch es finden sich keine stichhaltigen Anhaltspunkte, die auf eine Geheimwaffe deuten. Allerdings häufen sich die Berichte von amerikanischen Soldaten, dass auf Seiten der Wehrmacht scheinbar unbesiegbare und übermenschliche Gruselgestalten kämpfen, welche nicht näher beschrieben bzw. definiert werden können. Leutnant John Schmidt, der bereits eine ähnliche Erfahrung verbuchen konnte, wird mit seiner Truppe beauftragt, den Dingen auf den Grund zu gehen. Als die Männer im Laufe ihres Auftrages auf Zombies in Uniform, und von Werwölfen attackiert werden, scheint wirklich jeder an die vorliegenden Aussagen und Berichte zu glauben. Es wird vermutet, dass der deutsche Arzt Heinrich Schaltur dafür verantwortlich ist. Das erweiterte Ziel von Schmidt und seinen Leuten ist, das Aufspüren und Festnehmen des Arztes. Doch die Zeit drängt, und je näher sie dem Versteck von Heinrich Schaltur und dem Geheimnis der Kreaturen kommen, desto mehr kristallisiert sich heraus, dass die Kreaturen geschaffene "Übersoldaten" sind, die nur ein bestimmtes Ziel verfolgen. Die Lage scheint fast aussichtslos, als sich ihnen immer mehr "Übersoldaten" in den Weg stellen…

 

Kommentar

Die Grundidee des Films weiß auf jeden Fall zu begeistern, nur an der Umsetzung hapert es doch an einigen Stellen. Besonders diejenigen, die an Rob Zombie’s Faketrailer "Werewolf Women of the SS" Interesse bekundet haben, dürfte der Streifen ein "Must See" darstellen. Allerdings sollte man die Erwartungen ein wenig herabschrauben, da einem nur gewöhnliche Kost serviert wird. Im Prinzip trifft hier die "Lightversion" von "Band of Brothers" auf absurden Horrortrash. Dabei ist aber zu sehen, dass der Film keine Parodie auf das Genre darstellt, sondern sich vollkommen ernst nimmt, und das ist das Hauptproblem, welches die Geschichte mit sich bringt.

Ein großes Manko ist die fehlende actionreiche Kriegsatmosphäre, ohne die einfach keine Stimmung aufkommt. Da reichen auch die paar billig umgesetzte CGI Effekte einfach nicht aus. So begnügt man sich mit ein paar Uniformen, Schusswaffen, einem Jeep, ein paar Zelten, und einem Panzer, der aus Plastik zu bestehen scheint. Wobei man sagen muss, dass es sich bei den Uniformen um glaubhafte Nachbildungen, und bei den meisten Waffen sogar um authentische Exemplare aus dem zweiten Weltkrieg, handelt. Nur der billige Panzer wirkt da ein wenig deplatziert.

Dass sich Horrorfilme und wenig Budget gut miteinander vertragen, ist hinlänglich bekannt. Aber trotz dieser Schwierigkeiten hätte man mehr aus dem Film herausholen können, und dies bezieht sich nicht auf die Optik, sondern auf die generelle Aufmachung. Viele Situationen wiederholen sich im Film, man hat das Gefühl das einzig und allein die Protagonisten ausgetauscht werden. Des weiteren passen gewissen Handlungssequenzen einfach nicht zum logischen Aufbau der Geschichte. So kann keine Spannung entstehen und der Streifen plätschert vor sich hin. Mit etwas mehr Budget hätte man sogar ein vernünftiges und glaubwürdiges B-Movie erschaffen können.

Generell gesehen ist die Inszenierung für einen Low-Budget Independentfilm allerdings mehr oder weniger in Ordnung. Von dem Standpunkt ausgesehen, kann man nur Kritik an der schlechten deutschen Synchronisation üben.

 

Fazit

Für Liebhaber des Trashgenre wäre es ein Highlight gewesen, wenn man den Streifen explizit auf sie ausgerichtet hätte. Denn die Thematik ist alles andere als gewöhnlich und übt so eine gewissen Faszination aus. Aber anscheinend ging den Regisseuren in diesem Punkt der Mut verloren, und somit bleibt der Film nur unterdurchschnittliche Kost. "Horrors of War" ist nur etwas für diejenigen, die sich ohnehin jeden Kram ansehen, und dabei keinen hohen Ansprüche haben. Allen anderen Genreliebhabern sei aber ganz klar abgeraten.

 

Screenshots

    
    
    

 

 

Inhalt, Kommentar und Fazit von Ofta

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