HOSTEL

 



USA (Kinostart):
06.01.2006 | Deutschland (Kinostart): 27.04.2006
Laufzeit: 90 Min. | FSK: KJ
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment

 

Crew

Cast

 

Director:
Eli Roth

Producer:
Eli Roth,
Mike Fleiss, Chris Briggs

Executive Producer:
Quentin Tarantino,
Scott Spiegel, Boaz Yakin

Screenwriter:
Eli Roth

Jay Hernandez alias Paxton
Derek Richardson alias Josh
Eythor Gudjansson alias Oli
Barbara Nedeljakova alias Natalya
Jana Kaderabkova alias Svetlana
Jennifer Lim alias Kana

 

Inhalt

Die beiden College-Freunde Paxton und Josh machen sich mit ihrem neu gewonnenen Freund Oli auf, um das zu erleben, wovon jeder irgendwann träumt. Gemeinsam sind sie unterwegs in Europa auf der Suche nach Party, Spass und Mädchen. Doch als ein Clubbesuch in den Niederlanden unvorhergesehen zum Rauswurf führt, bekommen sie einen Geheimtipp. In Ost-Europa, genauer gesagt in der Slowakei, sollen willige Frauen auf die jungen Amerikaner warten, die all ihre Wünsche von den Augen ablesen. Männer sind keine Männer, wenn sie nicht sofort von diesem viel versprechenden Angebot begeistert wären. So machen sie sich sofort mit dem Zug auf den Weg in die Slowakei. Schon während der Zugfahrt machen sie eine mysteriöse Bekanntschaft mit einem älteren Mann, die weniger gut verläuft. In der Slowakei aber erst einmal angekommen, lassen sie all ihre Sorgen hinter sich und suchen zunächst eine Unterkunft. Dabei treffen sie auf die hübschen Mädchen Natalya und Svetlana, mit denen sie sich schnell anfreunden und gemeinsam in den Clubs abtanzen. Wie könne man sich als Mann auch nicht auf die beiden einlassen, wenn man so schnell um den Finger gewickelt wird, indem die Mädchen mit ihren Reizen spielen. Doch der Schein trügt! Als Oli plötzlich verschwunden ist und die Rezeption des Hostels die Auskunft erteilt, Oli wäre bereits abgereist, machen sich Paxton und Josh im Ort auf die Suche, wenn auch ohne großen Erfolg. Nachdem sie Oli's plötzliche Abreise hinnehmen müssen, besuchen sie erneut einen Club um dort ausgelassen zu feiern. Doch noch in der selben Nacht verschwindet auch Josh. Paxton ist verzweifelt und bittet Natalya und Svetlana um Hilfe, jedoch wird er an einen Ort geführt, an dem kein Mensch freiwillig auch nur eine Sekunde verweilen möchte. Als Paxton bemerkt, wo er hineingeraten ist, wird er von zwei kräftigen Männern gepackt und verschleppt. Er findet sich an einem Stuhl gekettet in einem Raum wieder, der dunkel, kalt und voller Dreck steckt. Vor ihm taucht plötzlich ein Mann auf, der sich an Werkzeugen, wie einer Bohrmaschine, einer Zange oder einer Kettensäge vergreift. Paxton ist bewusst, dass der Fremde sich mit den Werkzeugen an ihm auslassen möchte. Denn die Hintergründe dieser Organisation voller Folter, Qual und Mord ist die Bereitschaft, gegen Bezahlung die kranken Fantasien einiger Menschen auszuleben, die nicht davor zurückschrecken einen Mitmenschen zu töten.

 

Kommentar

Der Film beginnt zunächst einmal damit, dass gezeigt wird, wie jemand einen Raum unter energischem Pfeifen säubert. In der Tat eine gute Einführung in das spätere Geschehen. Spätestens nachdem der Zuschauer das Blut sieht, welches man in der Anfangssequenz versucht abzuspülen, weiß man was einen erwartet. Doch dann sieht man in der nächsten Szene sofort die drei männlichen Hauptdarsteller, wie sie ihre naiven Bedürfnisse in einem niederländischen Club ausleben wollen, jedoch bald aufgrund einer Schlägerei hinausgeschmissen werden. In den darauf folgenden 30 bis 40 Minuten reist der Zuschauer mit den abenteuerlichen jungen Männern durch Europa und erlebt die sowohl aufregenden, als auch mysteriösen Ereignisse, durch die sie gehen müssen. Jedoch kommt es bis dahin noch zu keinen erschreckenden oder brutalen Handlungen, die man eigentlich von einem Horrorfilm erwartet. Erst als Paxton auf sich alleine gestellt ist, da seine beiden Freunde bereits Opfer der brutalen Machenschaften wurden, nimmt "Hostel" ein rasantes Tempo an und hält die Spannung bis zur letzten Minute. Auch wenn man eine ganze Weile warten muss, bis man auf die Folterszenen gebracht wird, so entschädigen sie einiges. Einige dieser brutalen Folterszenen waren bei der Kinovorführung nicht so detailliert zu sehen, weshalb man sich dafür entschieden hat, dem Fan diese auf der DVD anhand einer Extended Version nicht vorzuenthalten.
Was man zunächst für unmöglich halten würde, entpuppt sich aber als grausame Wahrheit. Denn Regisseur Eli Roth stieß im Internet auf eine Webseite, in der genau das, was in "Hostel" thematisiert wird, in Wirklichkeit vollzogen wird. Jedoch aber in einer abgewandelten Version, die aus anderen Beweggründen hervorgeht. Wie auch immer! Allein die Vorstellung daran, dass solche grausamen und kranken Tätigkeiten nicht nur eine Fiktion eines jungen Regisseurs sind, sondern die Idee dahinter auf einer wahren Begebenheit beruht, erschreckt wohl sogar die Härtesten unter den harten Horrorfans. Quentin Tarantino, der Meister unter den Gewaltfilmen im Action -und Horrorgenre, war sofort von der Idee des jungen Regisseurs Eli Roth begeistert, womit er fortan als Mentor für dieses Projekt diente und seinem Freund Eli Roth für alle Tipps und Hilfestellungen zur Seite stand.
Die Internetnutzer wurden schon Wochen vor der Premiere mit einer ganzen Reihe von längeren Videoclips aus dem Film belohnt. Allerdings stellte sich später heraus, dass diese Clips zu viel verraten haben und dem Kinobesucher somit vielerlei schon bekannt vorgekommen ist. Wenn der Film anfangs schon so schleppend voran ging und man mehr auf die gewissen Szenen aus war, so wurden die Internetnutzer, die sich spoilern ließen, natürlich sehr enttäuscht, was sich auch in schlechte Kritiken geäußert hat. Letzten Endes lässt sich aber nur sagen, dass jeder selbst entscheiden muss, in wie weit er schon vor dem Kinobesuch mit dem Film vertraut gemacht werden möchte. 

 

Fazit

"Hostel" ist einer der umstrittensten und erfolgreichsten Horrorfilme aus dem Jahr 2006, der unter der Leitung des jungen Regie-Talents Eli Roth ("Cabin Fever", 2002) stand. Auch wenn viele Zuschauer anfangs eher skeptisch gegenüber dem zuvor hoch gelobten Projekt waren, so muss man dem Folterfilm mehrere Chancen zusprechen. Spätestens nachdem man sich den Film zwei bis drei mal angesehen hat, ist man davon überzeugt, wie hervorragend er doch eigentlich umgesetzt wurde. Erst kürzlich wurde ein dritter Teil angekündigt und das, obwohl die Weltpremiere von "Hostel: Teil 2" erst in fünf Monaten stattfindet. Selbst wenn die Kinokassen des ersten Teils mehr als zufriedenstellend waren, hätte man ohne die große Resonanz der Fans keine Fortsetzung in Erwägung gezogen. Man geht also davon aus, dass die Fortsetzungen erneut Erfolge mit sich ziehen...

 

Screenshots

         
         

 

 

Inhalt, Kommentar und Fazit von Oliver Gogel

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