MOTEL - THE FIRST CUT
Originaltitel: Vacancy 2: The First Cut

 



Deutschland (Leih-DVD):
08.01.2009 | Deutschland (Kauf-DVD): 05.02.2009
Laufzeit: 87 Min. | FSK: Keine Jugendfreigabe
Vertrieb: Sony Pictues Home Entertainment

 

Crew

Cast

 

Director:
Eric Bross

Producer:
Hal Lieberman

Executive Producer:
Brian Paschal

Screenwriter:
Mark L. Smith

Agnes Bruckner alias Jessica

David Moscow alias Gordon

Scott G. Anderson alias Smith

Trevor Wright alias Caleb

Beau Billingslea alias Otis

Brian Klugman alias Reece

 

Inhalt

Das Meadow View Inn sollte aus Sicht seiner Gäste ein gewöhnlich abgelegenes Motel sein, das zum Ausruhen einlädt oder für romantische Zweisamkeiten bestimmt ist. Keiner seiner Gäste würde jemals denken, dass sich dort wesentlich mehr abspielen würde. Doch die Motelbetreiber sind zu Spannern geworden, die ihre Gäste bei all ihren üblichen Tätigkeit innerhalb ihres Zimmers auf Video beobachten und mit den Aufnahmen vorhaben, Geld hinzuzuverdienen. Was zunächst noch beim Spannen bleibt, entwickelt sich mit einem mysteriösen Gast auf einmal zu einem mörderischen Spiel. Und Kurz darauf kommen auch schon die nächsten Gäste und geraten bald in eine Falle. Als die Motelbetreiber bemerken, dass ihre Gäste von den Kameras wissen, wollen sie diese am Weggehen hindern und greifen dabei auf Mittel und Wege zurück, die für die Gäste ziemlich brutal ausfallen dürften. Im Meadow View Inn werden Gäste auf ganz besondere Art behandelt...

 

Kommentar

Wenn man sich den Erstling "Motel" mit den Schauspielern Kate Beckinsale und Luke Wilson ins Gedächtnis ruft, merkt man erst, was man an dem Film hatte. Das merkt man vor allem dann, nachdem man sich das Prequel "Motel: The First Cut" angesehen hat. Beide Filme weisen entsprechende Schwächen auf, bei "The First Cut" sind diese aber viel ausgeprägter und fallen daher auch deutlich schwerer ins Gewicht. Während "Motel" mehr auf hervorragende Spannung aus war und weniger Wert auf Brutalität gelegt hat, strotzt das Prequel fast nur davon. Zwar ist der Härtegrad hier nicht ganz so hoch, wie man es beispielsweise aus anderen Horrorfilmen längst kennt, man hat dem Film aber durchaus angemerkt, dass er damit trumpfen wollte. Dabei bleibt die Spannung vollends auf der Strecke, was als Tiefschlag für diesen Franchise anzusehen ist. Spannung kommt nämlich nicht einmal ansatzweise auf.

Von den deutlich erwachsener dargestellten Charakteren, die im ersten Teil von Beckinsale und Wilson gespielt wurden, fährt man mit den Motelgästen in "The First Cut" jüngere Geschütze auf, um womöglich die Aufmerksamkeit eines jüngeren Publikums zu erlangen. Einzig und allein die Horrorerfahrene Agnes Bruckner konnte überzeugen und stellte ihre jungen Mitstreiter von Anfang an in den Schatten. Die Kameraaufnahmen waren teilweise sehr störend, da man zu sehr hin und her geschwenkt hat und das Bild meist verwackelt wurde. Außerdem hat man sich in einigen Szenen an den Dokumentarstil gelehnt, was auch nicht jedermanns Geschmack sein dürfte, wenn man sich nur mal die Reaktionen zu "Cloverfield" und Konsorten einholt.

Ein Prequel hat es in der Regel immer schwerer, als eine Fortsetzung, denn schließlich muss der Zusammenhang immer aufrecht erhalten sein. Bei einer Fortsetzung hingegen kommt es darauf an, ob es sich hierbei um eine direkte Fortsetzung handelt oder um eine Fortsetzung, die erst viele Jahre nach dem Vorgänger spielt und vielleicht sogar noch völlig neue Darsteller aufweist - im Grunde genommen also nur noch geringfügig mit dem Vorgänger zu tun hat. Da "Motel" keine wichtigen Fragen bei dem Zuschauer aufkommen ließ, wäre ein Prequel keine Notwendigkeit gewesen. Und doch hat man sich für diesen Todesstoß entschieden. Die Anfänge, wie es überhaupt zu diesen Taten kam, bekommt man selbstverständlich ganz gut gezeigt, doch fragt man sich stets, ob man das überhaupt sehen möchte, da es der Atmosphäre ziemlich schadet, die der erste Teil auf Anhieb aufbauen konnte. Die Entstehungsgeschichte ist zudem auch kein wirklicher Hingucker, sondern wirkt sogar recht simple und einfach gestrickt, stellenweise sogar vorhersehbar, was aber so manch eine Szene im Film betrifft. Von einem Horror-Thriller hat man sich quasi zu einem Teenie-Slasher vorgeschlagen - oder doch besser zurückentwickelt? Manchmal überkommt einem sogar der Eindruck, man würde im direkten Vergleich zueinander zwei völlig unterschiedliche Filme sehen, die nur bedingt miteinander zu tun haben. Und so kann man sich beide "Motel"-Filme auch unabhängig voneinander ansehen und die Reihenfolge auch selbst bestimmen.

 

Fazit

Nach dem spannungsgeladenen "Motel" aus dem vorletzten Jahr kommt mit "Motel - The First Cut" eine Vorgeschichte, die man sich besser hätte sparen sollen. Keine Spannung, dafür einige blutig-brutalen Szenen, die den Film aber in keinster Weise in ein besseres Licht rücken. "The First Cut" bleibt hoffentlich ein "The Final Cut"!

 

Screenshots

         
         

 

 

Inhalt, Kommentar und Fazit von Oliver Gogel

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