NO COUNTRY FOR OLD MEN

 



Deutschland (Kinostart):
28.02.2008 | Deutschland (DVD-Vö): 06.10.2008
Laufzeit: 118 Min. | FSK: 16
Vertrieb: Paramount Home Entertainment

 

Crew

Cast

 

Director:
Ethan Coen, Joel Coen

Producer:
Ethan Coen, Joel Coen,
Scott Rudin

Executive Producer:
Robert Graf, Mark Roybal

Screenwriter:
Ethan Coen, Joel Coen

Tommy Lee Jones alias Sheriff Bell

Javier Bardem alias Anton Chigurh

Josh Brolin alias Llewelyn Moss

Kelly Macdonald alias Carla Jean Moss

Woody Harrelson alias Carson Wells

Garret Dillahunt alias Deputy Wendell

Tess Harper alias Loretta Bell

 

Inhalt

Ein Mann, ein Koffer voller Geld und ein tödliches Spiel, bei dem man einfach nur das Glück auf seiner Seite haben muss. Als Llewelyn Moss bei einem gescheiterten Drogen-Deal plötzlich einen Koffer voller Geld findet und dieses an sich nimmt, wusste er noch nicht, welch grausamen Killer er dadurch auf seine Fährte locken würde. Doch bald schon muss er sein einfaches Leben in einem Wohnwagen aufgeben und sich und seine geliebte Frau in Sicherheit bringen. Denn bei seiner Flucht hat er die volle Aufmerksamkeit eines Mannes - einem blutrünstigen Killer, der ein schnelles Blutbad anrichten kann - auf sich gezogen. Dieser kann ihn schneller aufspüren und geht dabei gnadenloser vor, als ihm lieb ist. Es scheint kein Entkommen aus dieser Situation zu geben. Und selbst der Sheriff weiß sich gegen diesen Mann nicht zu helfen, versucht aber vor allem das Leben von Moss zu retten. Es kommt stets darauf an, dem anderen im Vorteil zu sein, doch mag dies nicht immer gelingen, wie sich schon sehr früh herausstellt...

 

Kommentar

Hinter dem Filmtitel vermutet man keinen allzu besonderen Film, doch das täuscht. Denn wie sich schon in den ersten Minuten herausstellt, wird man als Zuschauer stets mit einer gewaltigen Spannung festgehalten. Die ungewöhnlichen Charaktere überzeugen und fesseln zugleich. Besonders der mysteriöse Killer Anton Chigurh wurde von Javier Bardem bestens gespielt. Seine Mimik und Gestik überragen vorzüglich, wobei das ziemlich anstrengend sein muss, überhaupt keine Gefühle, wie Schmerz oder Erbarmen im Schauspiel zulassen zu dürfen. Mehr Hintergrundinformationen über den Charakter des Killers Anton Chigurh wären zwar wünschenswert gewesen, hätten ihn aber womöglich in ein sympathischeres Licht gerückt, was der Atmosphäre zu Schaden gekommen wäre. Bei Filmen mit Monstern oder Aliens ist es schließlich auch nicht verkehrt, so wenig wie nur möglich von ihnen zu zeigen, denn gerade das weckt das Interesse bei einem Zuschauer. Neben dem Killer gibt es außerdem einen Sheriff, gespielt von Tommy Lee Jones, der im Film allerdings ein wenig zu kurz kommt. So scheint es zumindest. In erster Linie geht es dann doch mehr um den Geldkofferträger Moss und seinem Verfolger, dem Killer Anton Chigurh.

Der Film spielt in den 80er Jahren. Die Umsetzung ist stilgerecht und auch die texanische Einöde ist sehr schön anzusehen. Man hält die Dialoge in "No Country For Old Men" sehr in Grenzen, was einen guten Eindruck vermittelt, vor allem da man hierdurch weiß, dass man auch mit weniger Dialog einen beachtlichen Film erzeugen kann. Wenn andere Filme zu dialoglastig wirken, so wird man hier mit weniger gut bedient. Des Weiteren gibt es nicht den simplen Schusswechsel, wie man es von anderen Action-Thrillern gewohnt ist, was dem Film nur zu Gute kommt. Vor allem ist das auch weniger möglich, da der Killer ein Luftdruck-Schussgerät bei sich trägt, das einem Flammenwerfer ähnelt, und dafür gleichzeitig für Aufsehen sorgt.

Eine bestimmte Szene, nämlich die eines angerichteten Blutbades, wurde gänzlich in den Off-Screen katapultiert. Gerade hier liegt die Enttäuschung groß, da man sich als Zuschauer darauf sehr gefreut hätte, sie zu sehen. Das macht den Film keinesfalls schlecht, dennoch ist einem bewusst, dass etwas ganz entscheidendes fehlt. Bei dieser Szene wurde der Zuschauer schließlich auch vor vollendete Tatsachen gestellt. Auf einmal musste man sich damit abfinden und das wird letztendlich den wenigsten gefallen haben.

 

Fazit

"No Country For Old Men" ist eine eindrucksvolle Erzählung, die man so zuvor selten gesehen hat. Sowohl Darsteller, Landschaft, Atmosphäre, als auch Story überzeugen auf ganzer Linie. Die vier gewonnenen Oscars sind diesem Meisterwerk zurecht anzuhängen. Alles in allem ein Film, der wirklich jedem zu empfehlen ist.

 

Screenshots

         
         

 

 

Inhalt, Kommentar und Fazit von Oliver Gogel

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