PRESIDENT EVIL
Originaltitel: The Tripper

 



USA (DVD-Vö):
30.10.2007 | Deutschland (DVD-Vö): 14.09.2007
Laufzeit: 93 Min. | Freigabe: SPIO/JK
Vertrieb: Splendid Entertainment

 

Crew

Cast

 

Director:
David Arquette

Producer:
David Arquette, Courteney Cox,
Navin Narang, Neil A. Machlis,
Evan Astrowsky

Executive Producer:
Jay Cannold, Thomas Jane,
Steve Niles

Screenwriter:
David Arquette, Joe Harris

Thomas Jane alias Buzz Hall

Jaime King alias Samantha

Lukas Haas alias Ivan

Balthazar Getty alias Jimmy

Marsha Thomason alias Linda

Stephen Health alias Jack

David Arquette alias Muff

Courteney Cox alias Cynthia

Richmond Arquette alias Deputy Cooper

 

Inhalt

Samantha ist gemeinsam mit ihren Freunden auf dem Weg zum Hippie-Festival "Free Love", das alljährlich am Redwood Mountain stattfindet und für ordentlichen Spaß unter den Besuchern sorgt. Doch Samantha belastet etwas, von dem sie sich nur schwer erholen kann. Ihr Ex-Freund Jimmy, der ziemlich aggressiv ihr gegenüber wurde, stellt ihr heimlich nach. Während sich ihre Freunde ausgiebig auf dem Festgelände amüsieren, entwickelt Samantha paranoide Vorstellungen. Bald verschwindet ein Hippie nach dem anderen, taucht aber daraufhin ziemlich leblos wieder auf. Die Vorfälle häufen sich und der zuständige Sheriff bekommt die Situation nur mäßig in den Griff, denn die mit Drogen voll gepumpten Partygäste lassen sich nur schwer vertreiben. Für den Killer, der in den Wäldern und um das Festival herum schleicht, sind dies jedoch potentielle Opfer. Und auch auf Samantha lauert Schreckliches...

 

Kommentar

David Arquette versucht sich neuerdings nicht mehr nur als Schauspieler, sondern bricht mit "President Evil" ein ins Leben als Regisseur. Doch was plötzlich in ihn gefahren ist, als ihm die Idee überkam, einen Hippie-Slasherfilm zu drehen, lässt sich nur schwer erahnen. Jedenfalls startet der Film sehr vielversprechend, als ein kleiner Bengel plötzlich rot sieht und sich mit einer Kettensäge auf einen Mann stürzt, der zuvor seinen Vater angegriffen hat und gegen die Waldabrodung demonstrieren wollte. Doch als dann auf Samantha und ihre Freunde gezeigt wird, die gerade mit ihrem Wagen auf dem Weg zum alljährlichen Hippie-Festival am Redwood Mountain sind, verfällt einem schon gleich die Freude am Film. Denn schnell wird klar, dass die recht überdrehte Gruppe nicht nur ein Ziel verfolgt, nämlich Spaß auf dem Festival zu haben, sondern sich auch genüsslich an verbotenen Mitteln vergreift und sonstige Aktivitäten in den Wäldern betreibt. Aber sie sind nicht die Einzigen, die sich dermaßen zudröhnen. Auch alle anderen Besucher feiern ziemlich ausgelassen und sogar die Park-Ranger schrecken nicht davor zurück, sich die Birne zu benebeln. Als dann plötzlich auch ein nacktes Pärchen durch das Bild huscht, wird schnell klar dass jetzt der Zeitpunkt gekommen sein muss, an dem es nun endlich ans Morden übergeht... und so ist es auch. Schon früh durften wir alle herausfinden, dass man in Horrorfilmen schnell einen tödlichen Abgang erlebt, wenn man Drogen konsumiert, sich freizügig präsentiert oder hemmungslosen Sex hat. Von allem ist etwas, besser gesagt etwas viel, im Film zu sehen.
Wir alle kennen David Arquette als leicht trotteligen, aber zugleich auch sehr souveränen Deputy Dewey aus der "Scream" Trilogie. Selbstverständlich wollte er es sich in seinem eigenen Film nicht nehmen lassen und verkörpert darin einen äußerlich zwar starken Draufgänger, der sich aber von einem Mädchen schnell jammernd in die Flucht schlagen lässt. Zu guter letzt wird im glücklicherweise auch bald der Hals umgedreht. Die Schauspielerische Leistung war zumindest hier nicht sehr berauschend, ist man von ihm auf jeden Fall schon besseres gewohnt. Um etwas Geld zu sparen hat er auch gleich seine Frau Courteney Cox Arquette (ebenfalls bekannt aus "Scream") für einen kurzen Auftritt überreden können. Aber auch Davids Bruder Richmond Arquette ist mit dabei. Wieso er sich nicht gleich seine ganzen Geschwister für diesen Ausflug geschnappt hat, ist ohnehin fraglich. Dann ist auch noch Thomas Jane mit von der Partie, der hier einen Sheriff verkörpern möchte, was ihm aber nicht unbedingt gelingen mag. Überzeugender war er als Rächer im Remake des Actioners "The Punisher". Bei "President Evil" ist er schnell überfordert mit der Situation und weiß sich nur schwer zu helfen, was wohl der Rolle zugeschrieben war, letztendlich aber auch den Eindruck seines Schauspiels vermittelt hat.
In Deutschland ist die Veröffentlichung auf DVD wieder einmal nur in einer zwar längeren Fassung zu genießen, die aber immer noch etwas gekürzt, im Vergleich zur amerikanischen Version, ist. Dass man dieses Werk nicht allzu ernst nehmen kann, sollte auch den Prüfern der FSK bewusst sein. Trotzdem wollten sie den Film nicht in seiner vollen Pracht freigeben. Selbst diese längere (gekürzte) Fassung bietet dem Zuschauer keinerlei Einsicht für den Hintergrund, weshalb die FSK ihn einfach nicht freigegeben hat. Denn an der meist nur angedeuteten Brutalität kann es nicht gelegen haben, denn schon in Filmen aus der Vergangenheit (beispielsweise bei "Freddy vs. Jason") hat man ähnliches gesehen. Vielleicht war für sie der übermäßige Konsum von Drogen ein Dorn im Auge; wer weiß das schon genau. 

 

Fazit

Für jemanden wie David Arquette, der schon in dem ein oder anderen Horrorfilm mitgewirkt hat, hätte man sich als Regiedebüt etwas besseres vorstellen können. Die Ansätze für einen ordentlichen Slasher waren zwar da, doch konnte er hiermit nur einen unter- durchschnittlichen Film beisteuern. Selbst die schauspielerische Darbietung einiger bekannteren Personen hat etwas zu wünschen übrig gelassen.

 

Screenshots

    
    
    

 

 

Inhalt, Kommentar und Fazit von Oliver Gogel

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