
Deutschland (Leih-DVD): 08.01.2009 | Deutschland (Kauf-DVD):
05.02.2009
Laufzeit: 96 Min. | FSK: ab 16 Jahren
Vertrieb: Sony Pictues Home Entertainment
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Crew |
Cast (dt. Synchronsprecher) |
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Director: |
Julia
Haacke alias Claire Redfield |
Inhalt
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Sieben Jahre nach dem Ausbruch des T-Virus (Tyrantvirus) und der ersten Zusammenkunft von Claire Redfield und Leon S. Kennedy in Raccoon City, welches mittlerweile durch eine nukleare Rakete komplett zerstört wurde, kreuzen sich dessen Wege erneut - unter nicht erfreulicheren Umständen als damals. Nachdem die Umbrella Corporation zerschlagen wurde betreibt der WillPharma-Konzern Forschung am T-Virus. Ziel ist es einen Impfstoff zu finden. Doch das Misstrauen in einem weiteren Pharmakonzern ist immer präsent. Zudem kommt es am Flughafen von Harvardville erneut zu einem Zwischenfall mit dem T-Virus als der Senator eintrifft, welcher selber den Anschein macht tiefer in der ganzen Angelegenheit verwickelt zu sein als er zugibt. Doch die Bedrohung geht von jemand anderem aus. |
Kommentar
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"Resident Evil: Degeneration" - der vierte Film, der sich dem Franchise rund um Zombies, Umbrella und dem T-Virus annimmt fährt eine ganz andere Schiene. Haben die drei Verfilmungen von Paul W.S. Anderson die genmanipulierte "Superheldin" Alice als zentrales Thema behandelt, auf jegliche Atmosphäre verzichtet und nur an der Storyoberfläche von Resident Evil gekratzt, so erzählt Degeneration die Geschichte nach dem Computerspiel Resident Evil 4 und verbindet somit die storytechnische Lücke, welche den Spieler in Teil 5 erwarten würde. Der Filmablauf erinnert stark an die Spiele, was durchaus positiv anzumerken ist. Leider stellt sich der Film damit aber auch in einigen Szenen selber ein Bein. So geschieht dies u.a. wenn erzwungenermaßen und leider auch stark voraussehbare Plottwists auftreten, da der Film vor sich hindümpelt oder zwingend an einen anderen Ort verlagert werden muss. In einem Spiel fallen solche Makel nicht auf, da der gesamte Zeitablauf vom Mensch selber gesteuert wird. Hier merkt man dem Film die verschiedenen Abschnitte an, wodurch aber zum Großteil auch richtiges Resident Evil Flair auftritt, es ist bloß nicht immer ideal gelöst worden. Nicht-Kenner der Spiele werden es außerdem schwerer haben dem Geschehen folgen zu können, bzw. das Handeln einiger Leute nachzuvollziehen. Die politische Tragweite des T-Virus wurde zudem nicht kontinuierlich genug erklärt um sie als finalen Beweggrund stehen zu lassen, vor allem dann nicht wenn der Film zu 3/4 auf etwas anderes hingearbeitet hat. Das größte Manko an "Degeneration" ist jedoch, dass die Story des Computerspieles Resident Evil 2 zu sehr recycled wurde. Der komplette Part um den G-Virus erinnert zu sehr an das Spiel, da teilweise Aktionen der Protagonisten aus dem Spiel übernommen wurden und auch das Finale stark abgekupfert aussieht. Positiv fallen da andere Hommagen an die Spiele auf, wie Leon's "Get down!" beim Aufeinandertreffen mit Claire oder der Regenschirm (!) in den Farben der Umbrella Corporation. Die beiden Hauptpersonen Leon und Claire werden im weiteren Verlauf getrennt und leider ändert sich dessen Screentime so sehr, dass Leon ein wenig zu sehr zum Allroundtalent wird und das Finale nahezu alleine bewältigt, während Claire nur die zweite Geige spielt. Schade dass ihr Charakter actionmäßig ziemlich kurz kommt, aber immerhin freut sich der Fan dann über jede Szene mit ihr umso mehr (vor allem in Slow Motion). Leider bringen die computergenerierten Gesichter nur ein Minimum an Emotionen rüber, was einige Male vom Mitfiebern abhält und auch die Sympathien ein wenig zügelt. Leon wurde ohnehin ein wenig zu cool dargestellt, was ihn arrogant erscheinen lässt. So hat man ihn aus den Spielen doch noch etwas anders in Erinnerung. Dennoch gelingt die Charakterisierung der einzelnen Typen im Großen und Ganzen ganz gut. Da ein animierter Film zum Großteil auch von der Synchronisation lebt, sei gesagt dass die deutsche Synchronisation durchaus anhörbar ist, es wurden einige bekannte Sprecher verpflichtet. Jedoch passen die Stimmen gar nicht in das Resident Evil-Universum. Einem Direktvergleich mit der englischen Synchronisation muss sie sich in allen Belangen geschlagen geben. Die Musikuntermalung ist durchweg stimmig und trägt zur Atmosphäre bei, sei es im Flughafen, in Actionszenen oder im Finale. Eine gruselige Atmosphäre bietet "Resident Evil: Degeneration" vor allem zu Beginn. Es gibt Zombies, Dunkelheit, die bekannten Charaktere und man steckt in der Patsche. Hier spielt der Film noch seine ganzen Vorzüge aus, bevor sich die Story splittet und an Qualität verliert. |
Fazit
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Fans und allen Kritikern von Anderson sei der Film ans Herz gelegt, auch wenn Resident Evil: Degeneration nicht die erhoffte Offenbarung für Resident Evil-Spieler ist, die er gerne wäre. Besser als die drei Realverfilmungen ist er auf jeden Fall. Wer sich jedoch strikt weigert etwas tiefer hinter den Begriff Resident Evil zu schauen wird mit diesem Film keine Freude haben, da er von einer Story erschlagen wird, mit der er nichts anzufangen weiß. Wer davor nicht zurückschreckt bekommt einen soliden Animationsfilm geliefert, der nicht unbedingt etwas Neues beizutragen hat, jedoch zwei liebgewonnene Charaktere aus früheren Tagen wieder zusammenführt um ein neues Abenteuer zu bestreiten. |
Screenshots
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